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Mitteldeutsche Stahlwerke AG
4 % Teilschuldv. 1.000 RM Dez. 1941 (Auflage 24000, R 1).
Bild:Mitteldeutsche Stahlwerke AG
Ort:Riesa
Info:Hervorgegangen aus der "AG für Hüttenindustrie", 1926 Umfirmierung in "Mitteldeutsche Stahlwerke". Das älteste der Werke, Werk Lauchhammer, blickt auf eine mehr als 250-jährige Geschichte zurück. Das Werk Riesa (später Sitz der AG) verdankt seine Gründung durch die Gebrüder Heinrich und Alexander Schönberg im Jahr 1843 (kurz nach dem Anschluß 1839 an die Leipzig-Dresdner Eisenbahn) der starken Steigerung des Eisenverbrauchs in der damaligen Zeit. Zur Weiterverarbeitung entsteht zudem ein eigenes Walzwerk. 1849 erwirbt Graf von Einsiedel, bereits Besitzer des Lauchhammer’schen Werkes, das Riesaer Stahlwerk. 1912 werden die Werke Riesa und Lauchhammer durch die erste 110-kV-Hochspannungsleitung der Welt verbunden. 1934 Erwerb der Aktienmehrheit der "Eisenwerk-Gesellschaft Maximilianshütte", Sulzbach-Rosenberg. Fast 100 % der Riesa-Aktien lagen bei der Friedrich Flick KG. Nach dem Krieg wird das Werk von den Sowjets vollständig demontiert, erst 1947 fließt im “Eisenkonstruktions- und Formstahlwerk” wieder der erste Stahl. Zu DDR-Zeiten ist das Stahlwerk Riesa mit 13.000 Beschäftigten das größte metallurgische Kombinat der DDR. Die 1990 nach der Wende gegründete “Stahl- und Walzwerk Riesa AG” ist wegen der hoffnungslos veralteten Ausstattung des Werkes und dem Zusammenbruch früherer Absatzmärkte im Ostblock zum Scheitern verurteilt. 1991 erwirbt die italienische Feralpi Siderurgica das Werksgelände und baut hier ein fast völlig neues Stahlwerk, das 1994 in Betrieb geht. Heute produzieren die Elbe-Stahlwerke Feralpi GmbH (ESF) und die Elbe-Drahtwerke Feralpi GmbH (EDF) mit ca. 600 Beschäftigten jährlich etwa 1 Mio. t Baustahl.
Besonder-heiten:Lochentwertet (RB).
Branchen:Stahl, Eisen, Hütten, Gießereien - steel, iron, metallurgical plants, foundry
Länder:Deutschland
Regionen:Berlin
Dresden
Preis:EUR 12,50  

 
  

 

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