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Maschinenfabrik AG vorm. Wagner & Co.
VZ-Aktie 1.000 Mark 10.1.1922 (Auflage 300, R 9).
Bild:Maschinenfabrik AG vorm. Wagner & Co.
Ort:Cöthen
Info:Bereits 1856 entstand direkt am Bahnhof Köthen eine Herzogliche Eisengießerei, die 1859 vom Berliner Fabrikanten Rudolph Dinglinger übernommen wurde. Sein Vorfahr war kein Geringerer als der Emailleur Georg Friedrich Dinglinger, Bruder des sächsischen Hofgoldschmieds Johann Melcior Dinglinger, deren Schaffen das Grüne Gewölbe in Dresden die bedeutendsten Stücke aus der Zeit August des Starken verdankt. Direkt angrenzend gründete 1860 Carl Thiel die älteste Maschinenfabrik der Stadt. Nach Übernahme der Betriebe durch Julius Wagner erfolgte 1890 die Gründung dieser AG. Die Fabrik mit 5 massiven Hallen direkt am Bahnhof Köthen besaß eine Lokomotivreparaturwerkstatt und fabrizierte Maschinen und Apparate für Papier- und Zellulosefabriken sowie Dampfkessel. In großem Umfang wurde auch Rohguss an andere Fabriken geliefert, wobei Stücke bis zum Einzelgewicht von 40 t gegossen werden konnten. Großaktionär war zuletzt der Jakob-Michael-Konzern, Börsennotiz Berlin und Freiverkehr Magdeburg. 1932 Entwicklung der Papierstoffzentrifuge “Erkensator”, zu deren Produktion die Fabrikanlagen der Banning & Seybold Maschinenbau in Düren übernommen wurden. 1935 Verkauf der Köthener Fabrikanlagen an die JUNKERSWERKE, deswegen erhielt Köthen 1937 eine Garnison, einen Flugplatz und eine Fliegertechnische Vorschule. Als Ersatz erwarb die Maschinenfabrik Wagner eine Maschinenfabrik in Herischdorf i. Riesengeb., wohin der Firmensitz verlegt wurde, nebst Erwerb der Fabrikanlagen der 1854 gegr. Füllnerwerke in Bad Warmbrunn (Verkäufer war die Linke-Hofmann-Buschwerke AG), wohin die Produktionsanlagen aus Köthen weitgehend überführt wurden. Kurz darauf auch Erwerb des ehemaligen Eisenhüttenwerkes “Marienhütte” in Kotzenau, wo die nach Verkauf der Köthener Anlagen fehlende Graugießerei neu eingerichtet wurde. 1939 Umfirmierung in Maschinenfabriken Wagner-Dörries AG, gleichzeitig Verkauf der Papiermaschinenaktivitäten mit den Werken Banning & Seybold (Düren) und Füllnerwerk (Bad Warmbrunn). Das AG-Handbuch spricht von einem “einschneidenden Wechsel des Aufgabengebietes”, was konkret hieß: In dem stark erweiterten Werk in Herischdorf wurden nun Geschütze hergestellt, u.a. die 15-cm-Schwere Feldhaubitze 18 (Nachbau einer Rheinetall-Krupp-Entwicklung). Erneute Umbenennung 1942 in Dörries-Füllner Maschinenfabriken AG mit Sitz in Bad Warmbrunn. Der Ort heißt nach dem Krieg jetzt Cieplice Slaskie-Zdroj, die Fabrik wurde von den Polen übernomen. Die seinerzeit von der Junkers Motorenbau GmbH übernommene ehemalige Wagner-Fabrik am Bahnhof in Köthen wurde ab 1951 vom VEB ABUS Förderanlagenbau genutzt und erst im Sommer 2007 abgerissen.
Besonder-heiten:Lochentwertet (RB).
Verfügbar:Nur 7 Stück lagen im Reichsbankschatz.
Branchen:Maschinenbau (ohne Elektromaschinen) - mechanical engineering (without electrical engineering)
Stahl, Eisen, Hütten, Gießereien - steel, iron, metallurgical plants, foundry
Waffen, Rüstungswirtschaft - weapons, defence industry
Waggons, Lokomotiven, Eisenbahn-Zubehör, Signalanlagen - railway carriage, goods waggon, engine, railway fittings, signal facilities
Länder:Deutschland
Regionen:Halle (Saale)
Schlesien
Preis:EUR 500,00  

 
  

 

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